Blutuntersuchungen
Grundlage der Diagnostik der Hepatitis B ist die Untersuchung von verschiedenen Antigenen und Antikörpern. Am wichtigsten ist der Nachweis der anti-HBc-Antikörper und des HBs-Antigens. Ist das HBs-Ag positiv, sollten weitere Untersuchungen folgen, die Aufschluss über die Aktivität der Hepatitis geben. Das sind einerseits das HBe-Ag und anti-HBe und andererseits die direkte Bestimmung der Menge von Virus-DNA im Blut (Viruslast).
Die Leberwerte (GPT, GOT) geben mit Einschränkungen Auskunft über die entzündliche Aktivität der Hepatitis. Die Aktivität der Erkrankung und die bindegewebige Reaktion in der Leber kann sicher nur durch eine Lebergewebsprobe beurteilt werden. Nicht-invasive Verfahren wie z.B. die Elastographie ermöglichen eine indirekte Abschätzung des Fibrosestadiums.
Da bei Patienten mit einer chronischen Hepatitis B das Risiko der Entwicklung von Leberkrebs erhöht ist, sollte in halbjährlichen Abständen das Alpha-Fetoprotein (AFP) als Tumormarker von Leberzellkarzinomen bestimmt und die Leber mit Ultraschall untersucht werden.
Quelle: Prof. Zeuzem, Frankfurt, 2007



