Biographie
Christian Schoppe ist wohl einer der erfolgreichsten und außergewöhnlichsten deutschen Portraitfotografen.
In Hamburg geboren führt ihn sein Weg nach Wien, wo er in der Künstlergemeinschaft mit Elisabeth Fiege und Oliver Hirschbiegel (Regie Der Untergang / the downfall) sieben Jahre lang arbeitet und dort u.a. Martin Kippenberger und Albert Oehlen kennen lernt. 1989 gewinnt er, im Alter von 23 Jahren, den Österreichischen Staatspreis für eine Portraitserie und ist der erste deutsche Fotograf, der auf dem wohl exklusivsten Weingut der Welt, dem Romanée Conti im Burgund, fotografieren darf und im folgenden auch den Sterne Koch Paul Bocuse mit der Kamera begleitet. In der Wienzeit entstehen beeindruckende Künstlerportraits, u.a. von Gilbert&George, Paul McCarthy, Mike Kelly, Jeff Koons und Franz West.
Zurück in Hamburg gründet Christian Schoppe 1997 sein eigenes Fotostudio. Die deutsche Schauspielelite lässt sich von ihm fotografieren, u.a. Marie Bäumer, Iris Berben, Alexandra Maria Lara, Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Daniel Brühl, Peter Lohmeyer, Til Schweiger, Will Quadflieg und Loriot. Darüber hinaus sind internationale Musiker wie Alanis Morissette, Heather Nova, Simon Collins, Wilco und die Red Hot Chili Peppers Bestandteil seines Oeuvres. Auch internationale Sportlegenden wie Franz Beckenbauer, Managergrößen und Politiker vertrauen sich Christian Schoppe und seiner Art des Sehens an.
In den letzten Jahren fotografiert Christian Schoppe in enger Zusammenarbeit mit Vanessa Maas (Photography and Production Director) und veröffentlicht seine Bilder u.a. in den Magazinen Business Week, Stern, Elle (Germany), Madame, Gala, Woman, Galore, Bunte, In Style und realisiert z.B. nationale Kampagnen für das ZDF und WWK Versicherungen, Breuninger und Biotherm, sowie international für Nivea for Men (Beiersdorf).
Auf seiner Homepage findet sich ein Zitat des Künstlerduos Peter Fischli und David Weiss: Soll ich von einem Fotografen ein gutes Bild von mir machen lassen? (aus Findet mich das Glück?) Diese Frage beantwortet Christian Schoppe mit seiner Arbeit. Seine Portraits zeichnet etwas einzigartiges aus; er inszeniert seine Bilder glamourös, bleibt dabei aber immer ehrlich und nah an der Person. Seine Fotos bilden nicht ab, sondern erzählen eine ganz eigene Geschichte und eröffnen dem Betrachter einen Erfahrungs- und Gedankenraum, der einem sonst nur in der klassischen Portraitmalerei begegnet, in der Fotografie eher selten erreicht wird.
In ihrem Buch Findet mich das Glück fragen Fischli und
Weiss außerdem: Hätte aus mir etwas anderes werden können?
Und Christian Schoppe würde antworten: HÄTTE fällt aus.
Text: Nora Ubenauf / Dramaturgin, Hamburg 05/2005
