Aufklären
Neben der direkten persönliche Hilfe ist der Deutschen Leberhilfe e.V. die Aufklärung ein besonderes Anliegen. Und dies aus zwei Gründen:
1. Vorurteile Abbauen, Stigmatisierung beenden
Durch Unwissenheit in der Bevölkerung, aber auch bei Behörden, Arbeitgebern und anderen öffentlichen Einrichtungen kommt es tagtäglich gegenüber Patienten mit einem Leberleiden zu Benachteiligungen. Die Vorurteile reichen von „Seuchenträger“ bis hin zu „Simulant“. Dies muss nicht sein. Die Deutsche Leberhilfe e.V. versucht mit sachlicher Aufklärung dieser Stigmatisierung entgegen zu wirken.
2. die hohe Zahl „unerkannt Lebererkrankter“
Nach offiziellen Schätzungen der WHO gibt es in Deutschland
mindesten 3,5 Mio. Erkrankte. Die Dunkelziffer dürfe um ein vielfaches
höher liegen. Allein bei der Virushepatitis B liegen die
Erkrankungsraten bei ca. 500.000 Patienten. Nur ein Bruchteil dieser
Patienten weiß von der Erkrankung. Die meisten wissen es nicht und
werden entweder durch Zufallsbefunde entdeckt oder erst dann, wenn die
Hepatitis B schon so weit vorangeschritten ist, dass man klinisch
auffällig wird. Gerade bei der Hepatitis B ist dies besonders tückisch,
da unbehandelt mit der Erkrankung ein erhöhtes Risiko einhergeht
Leberkrebs (HCC) zu entwickeln.
Dabei
gibt es bei Hepatitis B heutzutage sehr wirksame Medikamente, die ein
voranschreiten der Erkrankung verhindern können.
Die Deutsche Leberhilfe e.V. versucht durch gezielte Aufklärung diesen Trend zu stoppen. Durch Sensibilisierungsmaßnahmen bei Hausärzten, Presseaktivitäten und Präventionsprogrammen bewirken wir, dass zukünftig Patienten früher entdeckt werden, nicht erst, wenn es schon fast zu spät ist.
